Stinkefinger gegen Genfutter

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Aus Protest gegen Billigfleisch plakatierten wir am Samstag, 28. März 2015, die Fenster von McDonald's-Filialen in Konstanz. Die Plakate zeigten eine Hühnerkralle in Form eines Stinkefingers und die Forderungen: „Stoppt genmanipuliertes Futter!“ und „Stoppt Massentierhaltung!“ Dazu hatte Greenpeace deutschlandweit aufgerufen, und insgesamt 44 Städte haben sich beteiligt. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von Greenpeace belegt: Die Verbraucher wollen kein kein billiges, mit Gentechnik und Antibiotika produziertes Hähnchenfleisch!

In Deutschland beliefert der zweitgrößte Geflügelproduzent, Rothkötter, McDonald‘s mit Hähnchenfleisch. Aktuelles Fotomaterial aus seinen Ställen belegt die miserable Haltung der Tiere. Greenpeace konnte außerdem in fünf Proben des Hähnchenfutters bis zu 100 Prozent Gentechnik nachweisen. McDonald‘s behauptet, Gentechnik in der Produktion sei „gängige Praxis am Markt“. Dabei haben Rewe, Edeka, Aldi und Lidl Gen-Soja in der Hähnchenmast aufgegeben. Der größte Geflügelproduzent Wiesenhof hat ebenfalls die Gentechnik aus dem Futtertrog verbannt. Es geht also auch anders!

Die Produktion von Billigfleisch wirft ethische Fragen nach dem richtigen Umgang mit Tieren auf und hat zudem gefährliche Folgen für Mensch und Umwelt: Multiresistente Keime auf Hähnchenfleisch nehmen zu durch den hohen Einsatz von Antibiotika in den Ställen. Böden und Wasser werden durch Nitrat aus Mist und Gülle verschmutzt. Der Anbau gentechnisch veränderter Futtermittelpflanzen führt außerdem zu einem hohen Einsatz von Agrarchemikalien. Die Folgeschäden der skrupellosen Billigfleischproduktion müssen wir alle tragen – auch die Verbraucher, die McDonald’s meiden.

 

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