Power to Change

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Der Film „Power to Change – die Energierebellion“ des Engener Filmemachers Carl-A. Fechner ist seit Donnerstag, 14. April, für zwei Wochen täglich um 18 Uhr im Singener Cineplex-Kino zu sehen. Der Film soll das "Jahrhundertprojekt Energiewende" anhand von persönlichen Geschichten erlebbar machen. Rund um den Film gibt es an verschiedenen Tagen Begleitveranstaltungen zum Thema Energiewende.

So fand beispielsweise am heutigen Samstag, 16. April, von 11 Uhr bis 16 Uhr ein Elektromobilitäts-Tag auf dem Singener Heinrich-Weber-Platz statt. Wir waren mit einem Infostand vor Ort und haben Passanten über nachhaltige Alternativen der Energieversorgung informiert. Abends nach dem Film stand der Regisseur zum Gespräch bereit.

Für Greenpeace hat die Energiewende oberste Priorität. Und in der Studie „Plan B 2050“ zeigt Greenpeace, dass eine vollständige Stromversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2050 machbar ist: Danach würden bis 2015 alle Atomreaktoren vom Netz gehen, bis 2040 würde jegliche Form der  Kohleverstromung beendet, und bis 2050 gäbe es auch die Brückentechnologie Gas im Stromsektor allenfalls als Reserve. So würde die Energiewende gleichzeitig zum Motor des Klimaschutzes. Denn der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase in Haushalten und Industrie würde bis 2050 um rund 90 Prozent gesenkt werden.

Der Mobilität kommt eine Schlüsselrolle zu, denn der Verkehrsbereich ist das Problemkind bei den CO2-Emissionen. Nirgendwo sonst steigen die Emissionen so ungebremst an, und auf keinem anderen Gebiet sind die Fortschritte so gering. Der Hype um Elektroautos ist abgeklungen: Selbst ihre heißesten Verfechter haben erkannt, dass Batterieautos, die das Dreifache kosten, aber nur einen Bruchteil dessen können, was man heute von einem Auto erwartet, sich nicht verkaufen lassen. Sie spielen demzufolge auf dem Markt keine Rolle - und sie bewirken nichts zugunsten des Klimas und für den herbeigesehnten "Abschied vom Öl".

Stattdessen hat sich die Diskussion verlagert zu einem sehr viel pragmatischeren Ansatz: Immer mehr neue Autos werden zumindest teilweise mit elektrischer Zusatzenergie angetrieben, die das Potenzial hat, den Gesamtverbrauch und die Abhängigkeit vom Öl zu verringern. Damit diese Rechnung aufgeht und der elektrische Verbrauch als „Nullemission“ gelten kann, muss aber sichergestellt werden, dass der Strom für diese Autos tatsächlich zusätzlich erzeugter grüner Strom ist. Und natürlich müssen alle Autos, unabhängig vom Antrieb, sehr viel kleiner und leichter werden, denn natürlich darf gerade auch „grüner“ Strom nur so effizient wie möglich eingesetzt werden.

Zum Weiterlesen: Antworten auf zehn häufige Fragen zur Energiewende