Nationalpark der Extraklasse

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Fast drei Jahre lang hatte sich Greenpeace für die Einrichtung des Nationalparks Schwarzwald eingesetzt. Mit knapp 900 Gästen wurde er am 3. Mai 2014 unter dem Motto „Eine Spur wilder“ feierlich eröffnet.  Im Gepäck hatten wir einen Riesenballon und ein Holzschild mit dem Gruß „Willkommen im Nationalpark Schwarzwald“, das wir den Nationalpark-Direktoren Wolfgang Schlund und Thomas Waldenspuhl überreichten. Nun soll es alle Besucher des neuen Parks willkommen heißen. Gleichzeitig richtet sich diese Botschaft an alle Baden-Württemberger, sodass sie hoffentlich ihr neues Wildnisparadies besuchen und unterstützen.

Erstmalig waren im Vorfeld des Projekts die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgefordert worden, ihre Vorstellungen, Ängste und Wünsche für den geplanten Nationalpark einzubringen: 160.000 Haushalte wurden angeschrieben und um Mitgestaltung gebeten.

Von Anfang an sollte ein Naturschutzgebiet der Extraklasse geschaffen werden. Der Park orientiert sich dazu an den internationalen Kriterien eines Entwicklungsnationalparks. Die sehen vor, dass die Naturzone des Schutzgebiets, die nicht mehr verändert werden darf, innerhalb von 30 Jahren auf mindestens 75 Prozent der Gesamtfläche ausgeweitet wird. Um dieses Ziel zu erreichen, fordern Greenpeace und andere Umweltschutzorganisationen schon jetzt die Festlegung einer Kernzone von mindestens 50 Prozent. 

Getreu seinem Motto soll der Nationalpark im Schwarzwald noch mehr Wildnis als bisher üblich zulassen. Mit dem neuen Nationalpark leistet Baden-Württemberg einen wichtigen Beitrag zur Realisierung der nationalen Artenvielfaltsstrategie des Bundes, die unter anderem vorsieht, zehn Prozent der öffentlichen Waldflächen unter strengen Schutz zu stellen.