Großdemo am Hambacher Wald

Media

Wow! Was für ein starkes Zeichen der Zivilgesellschaft: Unglaubliche 50.000 Menschen demonstrierten am Samstag, 6. Oktober, am Hambacher Wald friedlich für einen schnellen Kohleausstieg und gegen die Zerstörung des Waldes. Es war die bislang größte Anti-Kohle-Demonstration im Rheinischen Revier. Greenpeace Bodensee war natürlich auch vor Ort.

Die Veranstalter der Großdemonstration, die Initiative Buirer für Buir, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Greenpeace und die Naturfreunde Deutschlands, fordern gemeinsam mit den Teilnehmern von der Bundesregierung einen zügigen Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle und vom Energiekonzern RWE einen Komplettverzicht auf die geplante Rodung des Hambacher Waldes. Noch am Vortag musste das Demo-Bündnis die Genehmigung für die Kundgebung mit einem Eilantrag gerichtlich einklagen.

Die Demonstration verlief wie die überwiegende Mehrheit der Proteste rund um den Hambacher Wald: friedlich, viele Familien mit Kindern waren gekommen. Bekannte Künstler wie die Band "Revolverheld" unterstützten die Großdemonstration. Greenpeace wartete mit einem 20 x 30 Meter großen gelben Banner auf, das die Aufschrift trug: "We will end coal!"

Auch online sprechen sich immer mehr Menschen für entschlossenen Klimaschutz und gegen die Abholzung des Waldes aus. Mehr als 800.000 Menschen unterstützen bereits den Online-Appell „Hambacher Wald: Retten statt roden“.

Heute, am Montag, 8. Oktober, folgte der Sonderbericht des Weltklimarats mit seiner Bestandsaufnahme zur Erderwärmung: Um die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, müssen wir nun dringend handeln! Maximal zehn Jahre haben wir noch, um den Klimawandel einzudämmen. Wir brauchen Veränderungen bei der Energieerzeugung, der Flächennutzung, der Mobilität und der Industrie. Der Bericht ist die Grundlage für die internationalen Klimaverhandlungen Anfang Dezember in Polen.

Parallel zu den internationalen Verhandlungen arbeitet in Deutschland die Kohle-Kommission, in der auch Greenpeace mit am Tisch sitzt. Sie soll bis Ende des Jahres einen Fahrbplan zum Kohleausstieg vorlegen.