Greenpeace gegen Genfutter

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Am Samstag, 29. März 2014, versahen wir die Geflügel-Produkte zweier Lidl-Filialen in Konstanz mit Aufklebern: „Achtung! Bald mit Gen-Futter?“ war darauf zu lesen. Damit machten wir auf den drohenden Einsatz von Gen-Futtermitteln in der Geflügelwirtschaft aufmerksam. Denn werden die Hühner und Puten mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert, landen am Ende genmanipulierte Eier und Hühner auf unseren Teller. Zudem stellten wir Plakate in Form eines Lidl-Werbeflyers auft, um die Verbraucher über den Einsatz von Gen-Soja zu informieren.

Diese Aktion fand in 35 deutschen Städten gleichzeitig statt. Greenpeace fordert von Lidl, auf Gen-Futter bei den Eigenmarken zu verzichten und diese Produkte mit dem Siegel „Ohne Gentechnik“ zu bewerben, um so den Anbau von riskanter Gen-Soja nicht zu fördern.

Nur wenige Supermärkte wie Rewe und Penny garantieren weiterhin, Geflügel und Eierprodukte ohne Gentechnik zu produzieren. Eine entsprechende Abfrage bei Supermärkten hat Greenpeace kürzlich veröffentlicht. Als Begründung wird meistens angegeben, dass zu wenig gentechnikfreies Futter zu bekommen sei. Das stimmt jedoch nicht, im Gegenteil: Das Angebot an gentechnikfreier Soja ist größer als die Nachfrage. Der wahre Grund: Gentechnikfreies Futter ist teurer. Allerdings nur minimal. So entstehen für ein Kilogramm Hähnchen Zusatzkosten von lediglich 4 Cent, für ein Ei betragen die Mehrkosten 0,13 Cent. Den Verbrauchern sind gute Lebensmittel wichtig - beim Wettkampf der Discounter um die niedrigsten Preise bleiben die Umwelt und die Verbraucher jedoch auf der Strecke.

 

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