Adidas muss entgiften!

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Am Samstag, 25. Januar 2014, protestierten wir in Konstanz mit einem großen, bunten Detox-Banner vor Verkaufsstätten der Sport- und Modekette Adidas. Wir luden Passanten ein, sich vor dem Banner mit einem Pappschild fotografieren zu lassen. Die Botschaften darauf lauteten: "Adidas, detox our future!" und "Adidas, Zeit für Mode ohne Gift!"

Ähnliche Aktionen fanden zeitgleich in weiteren 34 deutschen Städten statt. Sie waren Teil eines internationalen Protests: In China und weiteren Ländern in Asien, Europa und Südamerika protestierten Greenpeace-Aktivisten vor Modeläden und forderten eine saubere Textilproduktion, ohne den Einsatz giftiger Chemikalien.

In dem von Greenpeace kurz zuvor veröffentlichten Test von Kinderkleidung hat auch Adidas schlecht abgeschnitten: In einem Mädchenbadeanzug aus China fand sich eine hohe Konzentration von Perfluoroctansäure (PFOA). In Kinderschuhen aus Indonesien fand Greenpeace Rückstände von Perfluoroctansulfonat (PFOS). Beide Schadstoffe gehören zur Gruppe der per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC). Das Tragen dieser Kleidung ist nicht unmittelbar gesundheitsschädlich. Aber vor allem in den Herstellungsländern reichern sich die verwendeten Chemikalien in der Umwelt an und gelangen über die Nahrungskette in den menschlichen Körper. PFC sind extrem langlebig, können das Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und zu Schilddrüsenerkrankungen und Krebs führen. PFC finden sich bereits in der Arktis und Antarktis.

Mit der Detox-Kampagne fordert Greenpeace Textilhersteller auf, Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen. 18 führende Bekleidungsketten wie Mango, Levi’s, Zara und H&M haben die Detox-Verpflichtung von Greenpeace bereits unterschrieben und zugesagt, sie bis zum Jahr 2020 umzusetzen.

 

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