Kleidergeklimper

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Am Sonntag, 10. April, haben wir gemeinsam mit zwei privaten Organisatorinnen und dem Weltladen Konstanz eine Kleidertauschparty veranstaltet: Von 14 bis 19 Uhr konnten im Konstanzer „Klimperkasten“ Kleidungsstücke getauscht oder in einer Upcycling- und Reparaturwerkstatt aufgearbeitet werden. Es gab Kuchen, fair gehandelten Kaffee und Tee sowie Infostände mit Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil.

Kleidertauschpartys sind eine Antwort auf den ungebremsten Modekonsum. Sie befriedigen unsere Lust auf Neues, ohne die Gewässer zu vergiften oder gewaltige Müllberge zu produzieren. Die Kleiderbranche läuft auf Hochtouren und vergiftet damit zunehmend die Gewässer. In China, dem Land mit der größten Textilproduktion, sind etwa zwei Drittel der Gewässer schon mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien kontaminiert, vor allem aus der Textilindustrie.

Der Kleidungskonsum verdoppelt sich inzwischen alle zehn Jahre. Immer öfter kaufen wir immer billigere Kleidung: Ein T-Shirt für 2,99 Euro oder eine Kinderjeans für 7,99 Euro ist keine Seltenheit mehr. Jeder Deutsche kauft im Schnitt 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr, Jugendliche sogar deutlich mehr. Entsprechend selten tragen wir die schnell erworbenen Stücke: Ein Party-Top wird im Schnitt 1,7-mal getragen, bevor es ausrangiert wird. Und 40 Prozent unserer Kleidung sind Schrankhüter – wir tragen sie praktisch nie. Nach ihrer kurzen Lebensdauer landen drei von vier Kleidungsstücken im Müll, nur ein Viertel wird recycelt.

Mit der Konsum-Kampagne will Greenpeace die Alternativen populärer machen: gebraucht statt neu kaufen, reparieren statt wegwerfen, zertifizierte Mode statt billiger Massenware. Eine neue interaktive Karte zeigt, wo Secondhand-Läden, Repair-Cafés oder Eco-Fashion-Stores in der Nähe liegen. Jeder kann mitmachen und „Greenpeace-Konsumbotschafter“ werden.

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